CVJM-Studien- u. Kulturreise

CVJM-Studien- u. Kulturreise

30. März 2015 Aus Von soera

„Marmorasch, Moldau-Klöster u. Bukowina (Rumänien) 16.06. – 23.06.2015

16.06.2015 – Cluj/Klausenburg – Zimbor – Zalău:

Nach Ankunft auf dem Flughafen Klausenburg, werden wir von unserem rumänischen Reisebegleiter  Traian Almasan empfangen und erkunden die zweitgrösste Stadt Rumäniens Cluj/Klausenburg.

Am Nachmittag geht es weiter nach Zimbor. Das kleine Dorf ist ein bislang wenig bekannter Schatz des Landes. Ein ungarisches Gutshaus und die orthodoxe Holzkirche aus dem 17. Jahrhundert sind zu besichtigen. Fast alle Dorfbewohner beschäftigen sich mit der Landwirtschaft. Bei einem Bauernhof werden wir einen Einblick in die hiesige Lebensweise gewinnen. Leckere Speisen aus dem eigenen Garten und Hof, „gewaschen” mit selbst gebranntem Schnaps, werden uns erfreuen. Nach dem Essen  fahren noch bis Zalău, mit Hotelbezug für eine Nacht.

17.06.2015 – Zalău – Săpânţa – Sighetu Marmaţiei – Vişeu de Sus/Oberwischeu:

Nach dem Frühstück fahren wir durch einige Dörfer, wo ein großer Teil der Bevölkerung im Ausland arbeitet. Ein gewisser Wohlstand ist hier spürbar und führt oft zu Gegensätzen zwischen der älteren, traditionellen Kultur und den „importierten” neuen Einflüssen aus Westeuropa. An Satu Mare/Sathmar vorbei, werden wir Săpânţa erreichen. Das kleine Dorf beherbergt ein sehr spezielles Denkmal des Landes: „Der lustige Friedhof”.  Weiter geht es nach Sighetu Marmaţiei. Die Stadt ist spannend, weil es dort ein Mosaik verschiedener Völker und Konsfessionen gibt. Bis zum zweiten Weltkrieg war hier eines der größten jüdischen Zentren Rumäniens. Obwohl es heute nur noch eine kleine Gemeinde gibt, hat die Stadt viel vom damaligen Charakter behalten. Einer der berühmtesten Söhne der Stadt ist der Nobelpreisträger Elie Wiesel. Mehr über die jüdische Geschichte werden wir bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde erfahren. In Sighetu Marmaţiei gibt es ein weiteres wichtiges Museum des Landes: Das ehemalige kommunistische Gefängnis.

Weiter geht es dann nach Oberwischeu. Abendessen im Hotel und Hotelbezug für zwei Nächte.

18.06.2015 – Vişeu de Sus/Oberwischeu – Poienile Izei:

Die Maramureş/Marmarosch ist eine urige Gegend mit jahrhundertealter Holzkultur. Heute werden wir mit der historischen „Wassertalbahn”, gezogen von einer alten Dampflok, auf schmalen Schienen fahren. Die letzte Waldbahn Europas dient bis heute forstwirtschaftlichen Zwecken. Zu Mittag können wir uns an einem leckeren Picknick mit Grill, Schnaps und der lokalen Spezialität „plăcinta” erfreuen.

Am Nachmittag kommen wir wieder in Oberwischeu an, um mit unserem Bus über kleine urige Dörfer  Poienile Izei zu erreichen. Die kleine Ortschaft hat noch immer Vieles von der urigen Holzkultur behalten und ist trotz der Modernisierungen der letzten Jahre fast unverändert geblieben. Wir werden uns die UNESCO-Welterbe Holzkirche anschauen. Am Abend wartet etwas Besonderes auf uns: Eine Bauernfamilie lädt uns ein, ihr historisches Bauernhaus zu besichtigen. Die Frauen werden uns zeigen, wie ein Webstuhl funktioniert und die Männer werden uns mit traditioneller Musik erfreuen. Der gastfreundliche Wettbewerb wird dann mit leckerem Essen der Frauen und hausgemachtem Schnaps der Männer fortgesetzt. Am Abend werden wir wieder nach Oberwischeu zurückkehren.

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19.06.2015 – Oberwischeu – Bogdan Vodă – Prislop Pass – Moldoviţa – Suceava:

Nach dem Frühstück fahren wir durch eine märchenhafte Hügellandschaft nach Bogdan Vodă. Die kleine Ortschaft beherbergt eine der schönsten Holzkirchen des Landes. Sie wurde im 18. Jahrhundert nach einem Mongoleneinfall gebaut und ist innen komplett ausgemalt.

Weiter geht es über eine spannende Passstrasse bis zu 1500 Meter Höhe auf den Prislop Pass und dann weiter in die Bukowina. Die Gegend ist eine in sich geschlossene Gebirgslandschaft und wird als Wiege der rumänischen Orthodoxie betrachtet. Beweis dafür sind die vielen Klöster, die wir in den nächsten Tagen besichtigen werden. Im schönen Nachmittagslicht erreichen wir Moldoviţa, wo wir das dortige Kloster, wiederum ein UNESCO Denkmal, besichtigen. Besonders interessant sind die Wandmalereien und Fresken aus dem 16. Jahrhundert, die biblische Szenen mit dem Alltagsleben verbinden. Abends erreichen wir die ehemalige Hauptstadt, Suceava, und erleben beim Abendessen eine Folklorevorführung. (Hotelbezug für zwei Nächte.)

20.06.2015 – Suceava – Moldoviţa – Suceviţa – Voroneţ

Heute beginnt unsere Reise in die Welt der „Moldauklöster”. Diese Juwelen der Orthodoxie wurden zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert errichtet. In Suceviţa ist das größte der Klöster und bis heute in Betrieb. Voroneţ, mit der berühmten Darstellung des jüngsten Gerichtes, wird auch als „Sixtinische Kapelle der Orthodoxie” bezeichnet. In Umor, mit dem ältesten Altar aus der Bukowina, werden wir drei dieser Klöster besichtigen Alle gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein andere Besonderheit dieser Gegend sind die „bemalten Eier“. Diese Tradition wird im Kloster oder von Mutter zur Tochter weitergegeben. Wir sind Gäste bei einer „Eierbemalerin“ in Moldoviţa.

Am Abend haben wir ein besonderes Treffen: In der Bukowina lebten vor dem zweiten Weltkrieg etwa 100.000 Deutsche. Die meisten sind während des Krieges ausgewandert. Die deutsche Kultur lebt aber durch ein „Deutsches Forum” weiter. Dort wir unser Abendessen haben.

 21.06.2015 – Suceava – Agapia – Sumuleu Ciuc/Schomelnberg

Heute geht unsere Reise weiter nach Agapia, um dort den größten Klosterkomplex Europas zu besichtigen. Etwa 1000 Nonnen leben hier. Sie arbeiten in Werkstätten – knüpfen Teppiche, stricken Kleider, malen Eier und Ikonen usw. Einige von diesen Werkstätten dürfen wir uns anschauen und mit den Nonnen über ihre Arbeit sprechen. Auch Kirchenfresken von Rumäniens berühmtestem Maler Nicolae Grigorescu und das Museum sind einen Besuch wert!

Weiter geht es über eine der schönsten Naturlandschaften Rumäniens, die Bicaz Klamm weiter. Der kleine Gebirgsfluss hat sich Hunderte von Metern ins Kalkgestein gegraben. Die Strasse führt entlang dieser faszinierenden Klamm.

Am Nachmittag erreichen wir das Szeklerland, eine stark ungarisch geprägte Gegend mit dem größten katholischen Wahlfahrtsort im südöstlichden Europa, Schomelnberg. Ein Franziskanerkloster aus dem 16. Jahrhundert beherbergt eine „wundertätige” Statue der Jungfrau Maria. Aus diesem Grund kommen jedes Jahr zu Pfingsten 300.000 katholische Gläubige hierher. Darüber, und über die Situation der ungarischen Minderheit, werden wir bei einem Treffen mit einem Vertreter der Gemeinde erfahren. Abendessen und Hotelbezug für eine Nacht.

22.06.2015 – Somelnberg – Odorheiu Secuiesc/Odorhellen – Reghin/Sächsisch Regen – Cluj/Klausenburg

Nach dem Frühstück fahren wir in die Kleinstadt Odorhellen. Hier sind wir Gäste bei den „Malersdorfer Schwestern”, einem katholischen Orden, der in der Zwischenkriegszeit nach Siebenbürgen gekommen ist und von den Kommunisten unterdrückt wurde. 1990 erfolgte eine Wiedergründung mit Bau eines Kindergartens und eines Internats für arme Kinder.

Weiter geht es nach Sächsisch Regen, eine der ersten Siedlungen der Siebenbürgen Sachsen, um uns die evangelische Kirche anzuschauen. Danach zurück nach Cluj/Klausenburg mit Abendessen und Hotelbezug für eine Nacht.

23.06.2015 – Cluj – Deutschland:

Bis zum Rückflug werden wir weiter Klausenburg entdecken.

Laut „The New York Times” ist Klausenburg eine der Städte sein, die die Kunst des nächsten Jahrhunderts prägen wird. Künstler wie Victor Man oder Adrian Ghenie stammen aus Cluj. Mehr über die Welt der Künstler werden wir bei einem interessanten Treffen in der „Bürstenfabrik” erfahren. Am Nachmittag geht es zum Flughafen.

Hotels – Änderungen vorbehalten:

Zalău: http://www.griffhotel.ro/

Viseu de Sus: http://www.hotel-gabriela.ro/

Sumuleu Ciuc: http://salvator.ro/romanian/biserica-franciscana-din-sumuleu-ciuc/

Suceava: http://sonnenhof.ro/

Cluj: http://www.hotel-capitolina.ro/

Leistungen:

Bustransfer zum Flughafen Köln, Hin- u. Rückflug Köln-Klausenburg mit WizzAir, Abholung am Flughafen Klausenburg und alle Transfers bzw. Ausflüge im Reisebus lt. Reiseablauf ; 7 Übernachtungen (DZ mit Bad/Dusche/WC) in guten Mittelklasse-Hotels,Halbpension (7 x Frühstück, 1 x Mittagessen, 6 x Abendessen) – 3 Gangmenüs ohne Getränke, Deutschsprachige Reisebegleitung ab/bis Klausenburg, alle Eintritte bei den Besichtigungen laut Programmablauf und lokale Führungen/Begegnungen.

€ 868,00/Pers. im DZ bei mind. 20 Teilnehmenden

€ 838,00/Pers. im DZ bei mind. 25 Teilnehmenden (EZ-Zuschlag € 125,00)

Parallel zur Anmeldung sollten 350,00 € Anzahlung auf das Konto IBAN DE67520604100000600199 an den CVJM LV Hannover „Rumänien-Reise“ überwiesen werden.

Reiseleitung für den CVJM Landesverband: Henning Könemann