Acht weißrussische Jugendliche und drei Lehrerinnen waren beim  CVJM Stederdorf zu Gast

Acht weißrussische Jugendliche und drei Lehrerinnen waren beim  CVJM Stederdorf zu Gast

28. August 2019 Aus Von Simon Kornweih

Do swidanja – „We are marching in the light of god!“

Zu einem Begegnungs- und Kulturaustausch hatte der CVJM Stederdorf und Umgebung e. V. acht Jugendliche und drei Betreuerinnen aus Belarus  eingeladen, die jetzt im Garten des St. Petrus-Gemeindehauses Stederdorf nach einem zehntägigen Aufenthalt verabschiedet wurden. Der Text des südafrikanischen Liedes „We are marching in the light of god“, wurde überraschend zum gemeinsamen Synonym reich gefüllter Tage.  

Die Fünfzehn- bis Sechzehnjährigen aus der  Region Woloshin wohnten bei den Gastfamilien Haubenreißer, Mortsiefer, Schrader, Könemann und Maas in Stederdorf und Edemissen. Schon bei der Programmvorstellung am Begrüßungsabend mit Lagerfeuer im „Grünen Klassenzimmer“ des Forsthauses Tadensen sprang der „Funke“ zwischen Gästen und Gastgebern über. Schließlich hatten die Gäste nicht nur das traditionelle Musikinstrument Zimbal, sondern auch „Temperament und Lebensfreude pur“ im Gepäck.

Die Besichtigung des Stederdorfer Landhandelbetriebes Albert Elligsen, Unterrichts-hospitationen in der Gunzelin-Realschule Peine und der neuen Grundschule Stederdorf sowie ein Besuch im „phaeno Wolfsburg“, waren für die weißrussischen Jugendlichen informativ und schafften Austausch mit deutschen Jugendlichen, zumal eine Verständigung auf Englisch kein Problem war. Auf diese Weise kamen auch junge Leute des CVJM Stederdorf sehr schnell ins Gespräch mit den fast Gleichaltrigen aus Belarus.

Passend zum Badewetter war die Einladung der DLRG zur Station Eixer See, die eine spannende Bootsfahrt und Versuche auf dem Surfbrett einschlossen. Viel zu erleben gab es bei einer gemeinsamen Harzfahrt der Gastfamilien. In Bad Harzburg ging es mit der Seilbahn auf den Burgberg und mit einer kleinen Wanderung über den Baumwipfelpfad. Besonders spannend wurde es im „Erlebniswald Ilsenburg“ mit seinem „Kletterangebot“. Gut gesichert, absolvierten deutsche und belarussische Jugendliche wie Erwachsene gemeinsam einen herausfordernden Kletterparcour und hatten viel Spaß dabei.

Viele private Spenden, die Unterstützung Stederdorfer Vereine, der Kirchenkreis Peine sowie die herzliche Aufnahme in den Gastfamilien haben das Gesamtprogramm ermöglicht.

Die weißrussischen Jugendlichen verbreiteten gute Stimmung, stellten Lieder vor und gingen bei einem Programmnachmittag gemeinsam mit Stederdorfer Konfirmanden in Begleitung von Pastorin Dr. Christiane Tjaden der Frage nach, welche Träume und Wünsche sie bis zum Jahr 2025 verwirklichen möchten und welche Rolle Religion und Gott dabei spielen könnte? In den dazu angefertigten Collagen gab es große Übereinstimmung und viel Zukunftshoffnung für 2025. Es war ein tränenreicher Abschied, als die Jugendlichen ihre 20-stündige Bahnrückfahrt ab Wolfsburg über Berlin und Warschau nach Minsk antraten.

Carola Schrader, Helga Bröckling sowie Erika und Henning Könemann sind als deutsches ehrenamtliches CVJM-Begleitteam seit vielen Jahren engagiert und wurden dabei von Uwe Lege und Gesa Lonnemann unterstützt. Wenn auch der CVJM Stederdorf beabsichtigt, Kontakte zu Menschen in der Region Woloshin weiterhin zu pflegen, so geht jetzt die Verantwortung für regelmäßige Gruppeneinladungen zu “Ferien vom verstrahlten Alltag“ an den CVJM Landesverband mit der Hoffnung zurück, eine zukunftsfähige Lösung für eine Fortsetzung zu finden.