Do swidanja und gute Reise

Do swidanja und gute Reise

28. September 2017 Aus Von soera

Zu „Ferien vom verstrahlten Alltag“ hatte der CVJM Landesverband Hannover e.V. gemeinsam mit dem CVJM Stederdorf (Christlicher Verein Junger Menschen) 10 Kinder und zwei Betreuerinnen aus der Republik Belarus  eingeladen, die auf dem Hof von Barbara und Gustav Kamps in Stederdorf nach drei Wochen verabschiedet wurden.

Die Zehn- bis Zwölfjährigen kommen aus der  Region Woloshin, rund 70 Kilometer von der Hauptstadt Minsk entfernt und wohnten bei den Gastfamilien Gerstenberg, Kamps,  Haubenreißer, Kleinert und Könemann in Stederdorf, Vöhrum, Kl. Lafferde und  Edemissen.

Beim St. Petrus-Gemeindefest in Stederdorf wurde die Gruppe aus Belarus von Pastorin Christiane Tjaden freundlich begrüßt und mit zwei musikalischen Beiträgen im Gottesdienst vorgestellt. Mit Besuchen im Zoo Hannover und „Rastiland“, Stockbrot am Lagerfeuer auf dem Hof von Carola und Ludwig Schrader und der Beteiligung am 5. „Stederdorf-Haijk“ an der Forsthütte, wurde ihnen ein abwechselungsreiches Programm geboten. Die Teilnahme am Lebensalltag der Gastfamilien vermittelte den weißrussischen Kindern viel über das Leben in Deutschland, wenn auch die „Eltern auf Zeit“ fast ein „Verwöhnprogramm“ bereithielten.

Eine besondere Überraschung war die Einladung zur DLRG-Station am Eixer See, die eine spannende Bootsfahrt einschloss.

Zuvor sind die Kinder für 12 Tage in der CVJM- Jugendbildungsstätte Anne-Frank-Haus Oldau durch das CVJM-Team Helga Bröckling und Sina Schrader betreut worden. Auch dort wurde den Kindern bereits ein attraktives Programm mit Schwimmbadbesuchen, Ausflügen nach Celle und Hamburg sowie einem Besuch im Safari-Park Hodenhagen geboten. Der Aufenthalt im Anne-Frank-Haus ist für die Gastkinder gleichzeitig eine „Eingewöhnungsphase“ in die deutsche Umgebung.

Viele private Spenden, die Unterstützung der Stederdorfer Landfrauen und des DRK Stederdorf sowie die herzliche und verständnisvolle Aufnahme in den Gastfamilien haben das Programm für die belarussischen Kinder ermöglicht. Mit einem Zuschuss des Kirchenkreises Peine ist auch zukünftig die weitere Durchführung von „Ferien vom verstrahlten Alltag“ abgesichert. Die CVJM-Initiatoren danken dafür im Namen der Gastkinder ganz herzlich.

Der CVJM versteht sein Engagement nicht nur als humanitäre Hilfe, sondern auch als Beitrag zur Völkerverständigung. „Die Kinder werden ihren Familien von den guten Erfahrungen in Deutschland berichten und damit auch Zuversicht  nach Hause mitnehmen“, sagten die begleitenden weißrussischen Lehrerinnen Marina Tschernik und Tatjana Keszik. „Danke, dass wir hier sein durften! Wir werden die gemeinsame Zeit im Anne-Frank-Haus Oldau und in unseren Gastfamilien nicht vergessen!“ Von Braunschweig über Berlin, Warschau und Brest traten die Kinder ihre 20-stündige Bahnrückfahrt in die weißrussische Heimat an.

Carola Schrader, Helga Bröckling, Uwe Lege sowie Erika und Henning Könemann sind als deutsches ehrenamtliches CVJM-Begleitteam seit vielen Jahren engagiert. „Den Spaß und die Freude der Kinder zu erleben, ist die beste Entschädigung für unseren Einsatz“, sagen sie übereinstimmend.