Do swidanja und gute Reise

Zu „Ferien vom verstrahlten Alltag“ hatte der CVJM Landesverband Hannover e.V. gemeinsam mit dem CVJM Stederdorf (Christlicher Verein Junger Menschen) 10 Kinder und zwei Betreuerinnen aus der Republik Belarus  eingeladen, die jetzt auf dem Hof von Carola und Ludwig Schrader in Stederdorf nach drei Wochen verabschiedet wurden.

 

Die Zehn- bis Zwölfjährigen kamen aus der  Region Woloshin, rund 70 Kilometer von der Hauptstadt Minsk entfernt und wohnten bei den Gastfamilien Fiebig, Gerstenberg, Könemann, Mortsiefer, Raichert und Ruppin in Peine, Stederdorf, Vöhrum und Edemissen.

Mit einem Gottesdienst in der Stederdorfer St. Petrus-Kirche wurde die Gruppe aus Belarus von Pastorin Christiane Tjaden freundlich begrüßt und mit einem musikalischen Beitrag vorgestellt. Besuche im Peiner Freibad, im „Rastiland“ und Stockbrot am Lagerfeuer im „Grünen Klassenzimmer“ des Forsthauses Tadensen, wurde den Gastkindern ein abwechselungsreiches Programm geboten. Die Teilnahme am Lebensalltag der Gastfamilien vermittelte den weißrussischen Kindern zudem viel über das Leben in Deutschland.  Zuvor wurden die Kinder für 10 Tage in der CVJM- Jugendbildungsstätte Anne-Frank-Haus Oldau durch das CVJM-Team Helga Bröckling und Carola Schrader betreut.

Eine besondere Überraschung war die Einladung zur DLRG-Station Eixer See, die eine spannende Bootsfahrt einschloss. Viel zu erleben gab es auch bei einer gemeinsamen Harzfahrt der Gastfamilien. In Bad Harzburg ging es mit der Seilbahn auf den Burgberg und nach einer kleinen Wanderung über den Baumwipfelpfad an den Ausgangspunkt zurück. Besonders spannend wurde es danach im „Erlebniswald Ilsenburg“ mit seinem „Kletterangebot“. Gut gesichert absolvierten hier deutsche und belarussische Kinder gemeinsam einen herausfordernden Kletterparcour und hatten viel Spaß dabei.

Viele private Spenden, die Unterstützung der Stederdorfer Landfrauen und des DRK Stederdorf, der Kirchenkreis Peine sowie die herzliche und verständnisvolle Aufnahme in den Gastfamilien haben das Gesamtprogramm für die belarussischen Kinder ermöglicht. Die CVJM-Initiatoren danken dafür im Namen der Gastkinder ganz herzlich.

Der CVJM versteht sein Engagement nicht nur als humanitäre Hilfe, sondern auch als Beitrag zur Völkerverständigung. „Die Kinder werden ihren Familien von den guten Erfahrungen in Deutschland berichten und damit auch Zuversicht  nach Hause mitnehmen“, sagten die begleitenden weißrussischen Lehrerinnen Ludmila Harbacheuskaya und Tatjana Keszik. „Danke, dass wir hier sein durften! Wir werden die gemeinsame Zeit im Anne-Frank-Haus Oldau und in unseren Gastfamilien nicht vergessen!“ Von Braunschweig über Berlin, Warschau und Brest traten die Kinder ihre 20-stündige Bahnrückfahrt in die weißrussische Heimat an.

Carola Schrader, Helga Bröckling, Uwe Lege sowie Erika und Henning Könemann sind als deutsches ehrenamtliches CVJM-Begleitteam seit vielen Jahren engagiert. „Den Spaß und die Freude der Kinder zu erleben ist die beste Entschädigung für unseren Einsatz“, sagen sie übereinstimmend.